Jeder weiß es eh schon: Bewegung tut gut. Kaum eine Zeitschrift ohne Artikel darüber, und überall in Medien, Büchern, Zeitschriften wird von den Vorteilen des Sports berichtet. Und es stimmt – die richtige Bewegung fördert das Immunsystem, macht unsere Knochen kräftiger, hebt die Stimmung und schützt uns vor allen möglichen Krankheiten. Es gibt sie schon, die fleißigen Jogger, die gebräunten Radfahrer, die Yoga-Anhänger, die am Liebsten jede freie Minute beim Sport sind. Aber für die meisten von uns braucht es eine gehörige Portion Motivation, um vom Sofa hoch zu kommen, besonders nach einem anstrengenden Tag in der Arbeit. Am besten wäre es, sich quasi nebenbei zu bewegen, idealerweise während der Arbeit- oder? Da die wenigsten von uns von in der Lage sind, ihre Vorgesetzten davon zu überzeugen, müssen wir uns etwas anderes überlegen. Und es gibt eine Menge, die wir tun können, ohne den ganzen Tag umkrempeln zu müssen… Sehr viel von dem, was wir im Alltag machen wird von Gewohnheiten geleitet. Dies ist an sich nicht schlecht, so spart das Gehirn viel Denkarbeit und hat so für andere Dinge Ressourcen übrig. Aber gerade da, wo Gewohnheiten zu weniger Bewegung oder sogar zu ungünstigen Bewegungsabläufen führen sind sie zu hinterfragen. Wie oft im Alltag nehme ich den Aufzug wenn ich die Treppen nehmen könnte? Muss ich den Bus den ganzen Weg nehmen oder kann ich eine Haltestelle vorher aussteigen und den Rest zu Fuß zurücklegen? Kann ich beim Einkaufen ganz hinten am Parkplatz parken und so 100m extra Gehweg in den Alltag einbauen? Kann ich Gebrauchsgegenstände im Büro anders platzieren so dass ich gezwungen bin, regelmäßig aufzustehen und so aus der krummen Sitzhaltung zu kommen? Schon über eine bessere Körperhaltung können wir uns viel Gutes tun. Später im Alter ist gute Haltung noch wichtiger denn je, denn mit den Jahren nehmen Muskeln und Sehnen an Kraft und Elastizität ab und können unsere schlechten Angewohnheiten nicht mehr so gut kompensieren. Mit 90 Jahren wird es sehr schwierig sein, sich eine neue, schonende Haltung anzueignen. Besser schon vorher gute Routinen im Körper automatisieren so dass diese Bewegungsmuster später gut abrufbar sind. Besonders in der Arbeit nimmt man sehr oft über einen längeren Zeitraum die gleiche Körperposition ein. Bei kurzem Nachdenken kommen Sie sicher darauf, welche Tätigkeiten ihnen eigentlich nicht gut tun. Jetzt gilt es mit ein wenig Fantasie zu schauen, ob man diese Bewegung auch anders ausführen könnte – gegen die Gewohnheiten ankämpfen! Generell gilt: nicht alles auf einmal wollen. Geben Sie ihrem Körper Zeit, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Spüren Sie gut in ihren Körper hinein – er wird sich mitteilen. Und nicht beim ersten Muskelkater aufhören! Bei Unklarheiten und insbesondere bei Schmerzen lohnt es sich, professionelle Hilfe hinzu zu ziehen – Ihre Physiotherapeutin oder Ihr Physiotherapeut wird Ihnen gerne dabei behilflich sein, alte Verhaltens- und Bewegungsmuster zu durchbrechen und gestärkt und aufrecht weiter durch das Leben zu gehen. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit! Ihre Rebecca Anderson, BSc, Physiotherapeutin
Copyright © 2025 Physio Anderson – Alle Rechte vorbehalten.
Unterstützt von GoDaddy